Einsatz von Sandsäcken

Einsatz von Sandsäcken

In diesem Artikel werde ich Ihnen die Arten und Einsatzmöglichkeiten von einem der ältesten, aber auch wirksamsten Mittel zur Abwehr von Hochwasser und Überflutungen vorstellen – den Sandsack.

Immer dann, wenn in den Nachrichten oder in Sondersendungen von Starkregen, Überflutungen oder Hochwasser berichtet wird, dann sehen Sie Barrieren aus Sandsäcken oder auch Freiwillige und Einsatzkräfte, die Sandsäcke verbauen. Bevor ich zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten komme, möchte ich Ihnen aber zuerst die einzelnen Arten von Sandsäcken vorstellen.

Einsatz von Sandsäcken zum Schutz von Gebäuden
Sandsäcke zum Schutz von Kellerfenstern

Der Silosack

Einsatz von Sandsäcken bei Hochwasser, Starkregen und Überflutung
Zill Silosäcke 25×100 cm mit Zugband, grün mit Griff

Silosäcke werden, wie der Name schon sagt, hauptsächlich zum Abdecken von landwirtschaftlicher Silage (z.B. gehäckseltem Mais) verwendet. Dazu werden die Silosäcke hauptsächlich mit Rundkies oder Riesel befüllt, da es bei diesem Verwendungszweck hauptsächlich auf Gewicht ankommt. Von der Form her sind diese Säcke länglich (meist ca. 100 cm), nicht sehr hoch (ca. 10 cm) aber ziemlich schwer. Silosäcke werden im Regelfall einmalig befüllt und nach der Verwendung gebrauchsfertig gelagert. Werden Silosäcke als Hochwasserschutz eingesetzt, dann sollte die Befüllung allerdings mit Sand, am besten mit Brechsand, erfolgen.

Der Sandsack

Einsatz von Sandsäcken bei Hochwasser
Hohwasser-Sandsäcke von Sandsack-Heimlich

Der Sandsack ist der „Klassiker“ – früher als Jutesack, heute oftmals aus Kunstgewebe. Sandsäcke werden heute hauptsächlich zur Abwehr von Hochwasser und Überflutungen eingesetzt. Der Sandsack ist von seiner Form her eher rechteckig und wird im Hochwassereinsatz zu ca. 70% gefüllt. Als Füllmaterial eignet sich auch hier am besten Brechsand.

Einsatzmöglichkeiten von Sandsäcken

Kellerschächte vor Überflutung bei Starkregen sichern

Für die Abdeckung von Kellerschächten eignen sich hervorragend Silosäcke in Verbindung mit Folien (z.B. stabile Baufolie, Abdeckplane oder auch Teichfolie). Die verwendete Folie kann dabei bereits im Vorfeld auf die benötigte Größe zugeschnitten werden. Bitte denken Sie dabei daran, einen ausreichenden Überstand (z.B. 50 cm nach allen Seiten) zu berücksichtigen. Die Folie wird auf den Kellerschacht gelegt und an der Hausmauer mindestens 20 cm hochgezogen und dann rundherum mit Silosäcken beschwert. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann auch die Folie noch eine passende (zugeschnittene) Schaltafel legen und dann mit Silosäcken und Sandsäcken beschweren.

Schutzwall bauen

Mit Sandsäcken können Sie aber auch einen Schutzwall vor Ihrem Haus oder vor Ihrer Einfahrt bauen, um den Wasserfluss weg- oder umzuleiten. Gerade bei Starkregen hat sich der Einsatz von Silosäcken bewährt, da hier bereits mit wenigen Säcken ein längerer Wall entsteht und diese sehr schnell eingesetzt werden können (da diese ja bereits befüllt sind). Drohen dagegen Überflutungen durch Gewässer, dann werden für den Bau eines Schutzwalles eher Sandsäcke eingesetzt, da diese höher gestapelt werden können und der Damm auch breiter und stabiler wird.

Tür- und Fensteröffnungen in Gebäuden sichern

In Überflutungsgebieten werden bei steigenden Pegelständen Hauseingänge oder auch Fenster mit Sandsäcken geschützt. Ähnlich wie beim Bau eines Schutzwalls kommt es darauf an, mit den Sandsäcken eine gewisse Höhe, Breite und damit Stabilität zu erreichen. Kommt es doch zum Wassereintritt in das Gebäude, dann haben die Sandsäcke die Funktion, den gröbsten Schutz und Schlamm abzuhalten. Wenn genügend Zeit ist, dann kann als zusätzlicher Schutz auch noch Baufolie zur Abdichtung verwendet werden.

Dämme und Wehranlagen sichern und stabilisieren

Sandsäcke kommen auch zum Einsatz, wenn Dämme an Gewässern unter dem Wasserdruck löchrig werden und dann zu brechen drohen. Ein Dammbruch ist natürlich das schlimmste Szenario, weil dadurch ungehindert, ungebremst und unablässig Wasser in Bereiche laufen kann, die der Damm eigentlich schützen soll. Sandsäcke werden hier zur Stabilisierung eingesetzt, um durch das Gewicht einen Gegendruck zum Wasserdruck zu bekommen und dadurch den Damm zu entlasten.

Was tun mit Sandsäcken nach dem Einsatz im Hochwasser?

Was macht man nun mit Sandsäcken, wenn diese im Hochwassereinsatz nass geworden sind?

Silosäcke können nach dem Einsatz getrocknet und wieder verwendet werden. Durch den geringen Querschnitt im Vergleich zum Sandsack trocken diese wieder vollständig aus. Legen Sie die Säcke dazu z.B. auf eine Palette zum Trocknen in die Sonne.

Sandsäcke hingegen sollten nach einem Hochwasser dagegen entleert und der Sand fachgerecht entsorgt werden. Oftmals ist der Sand verschmutzt oder sogar kontaminiert (z.B. durch ausgelaufenes Heizöl). Durch den großen Durchmesser trocknet der Sand schlecht und fängt dann an zu modern.

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