Max und Moritz

Max und Moritz

Max und Moritz sind Nachbarn und bewohnen jeweils ein Einfamilienhaus in einer ruhigen Siedlung. Beide waren bisher noch nie von Starkregen oder Hochwasser betroffen. Bis zu diesem Samstag im August letzten Jahres…

Gegen 17 Uhr verdunkelt sich plötzlich der Himmel und es zieht ein Gewitter mit heftigem Regen auf. An und für sich nichts ungewöhnliches für einen Sommertag im August, doch diesmal will der starke Regen einfach nicht nachlassen. Es schüttet 10 Minuten, 20 Minuten, ja mehr als 30 Minuten wie aus Eimern. Auf der Siedlungsstraße steht das Wasser knöchelhoch und in den Gärten von Max und Moritz bilden sich bereits kleine Seen.

Wie gehen Max und Moritz mit dieser Situation um?

Die Situation bei Max:

Max sitzt in seiner Küche und wird langsam unruhig. Mit Sorge betrachtet er den Regen und die Wasseransammlung in seinem Garten, die immer größer zu werden scheint. Unaufhörlich prasselt der Regen nieder, immer mehr Wasser sammelt sich und drängt in Richtung seines Hauses. Plötzlich hört er ein plätscherndes Geräusch aus seinem Keller. Bereits mit einer bösen Vorahnung hastet er die Kellertreppe hinab und sieht das Unglück – durch den Lichtschacht und das Kellerfenster dringt unaufhörlich Oberflächenwasser in seinen Keller ein. Dieser steht bereits circa 10 cm unter Wasser. Er fühlt sich so hilflos, weil er nichts gegen den Wassereintritt tun kann. Für ein Starkregen-Ereignis mit Überflutung seiner Kellerräume hat er keine Vorsorge getroffen. Da kommt ihm plötzlich die scheinbar rettende Idee: „Na klar, die Feuerwehr muss kommen und den Wassereintritt stoppen und den Keller leerpumpen!“ Also nichts wie wieder rauf in die Küche und die „112“ gewählt und seinen „Notfall“ geschildert. Die freundliche Dame aus der Leitstelle am anderen Ende der Leitung nimmt routiniert seine Daten auf, erklärt Max aber auch, dass aufgrund der Vielzahl an Notrufen bereits alle verfügbaren Hilfskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk anderweitig im Einsatz sind. Wegen der Großschadenslage kann es längere Zeit dauern, bis die Hilfskräfte zu Max kommen. Max soll daher selbst Maßnahmen zur Schadensminderung und Wasserbeseitigung treffen. Max sitzt wieder ratlos in seiner Küche. Da fällt ihm plötzlich sein Nachbar Moritz ein…

Die Situation bei Moritz:

Moritz hat bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Starkregens eine Unwetterwarnung von einem Wetterdienst auf sein Mobiltelefon bekommen. Daraufhin hat er seine „Notfall-Ausstattung für Starkregen“, bestehend aus Folien, gefüllten Sandsäcken, seiner Tauchpumpe sowie seinem Notstromaggregat in der Garage bereitgestellt. Als das Unwetter seinen Lauf nimmt, sitzt auch Moritz in seiner Küche und beobachtet mit wachsendem Unwohlsein den See in seinem Garten. Er schlüpft daher in seine Gummistiefel, streift seine Regenjacke über und holt die vorbereitete Schubkarre mit den Folien und den Sandsäcken aus der Garage. Sein Ziel sind die Lichtschächte für die Kellerfenster, die er jeweils mit Folie und Sandsäcken abdichtet. Die Sandsäcke dienen ihm dabei sowohl zum Fixieren der Folien, als auch zur Erhöhung der Kanten der Lichtschächte. Nach getaner Arbeit geht er wieder in sein Haus zurück und macht einen Kontrollgang in seinen Keller. Moritz sieht dabei, dass zwar etwas Wasser an den Rändern der Folie in den Lichtschacht sickert. Die Menge ist aber zu gering, um durch die Kellerfenster eindringen zu können. Sein Keller ist vollkommen trocken. Zufrieden geht er wieder in seine Küche, um sich einen Kaffee zu gönnen und die Wettersituation weiter zu beobachten. Doch plötzlich klingelt es an seiner Tür…

Und so geht’s weiter:

Völlig aufgeregt steht sein Nachbar Max vor der Tür, schildert sein Unglück und bittet Moritz um Rat und Hilfe. Für Moritz ist es natürlich selbstverständlich, seinem Nachbarn Max zu helfen. Also schlüpft er wieder in seine Gummistiefel, streift seinen Regenmantel über und rennt zu seiner Garage. Auf seiner Schubkarre befinden sich noch übrige Sandsäcke, zusätzlich lädt er noch seine Tauchpumpe auf und eilt damit zu seinem Nachbarn Max. Vor Ort macht er sich erst einmal ein Bild von der Lage. Die Lichtschächte im Garten von Max sind mittlerweile wieder sichtbar – somit sollte kein Wasser mehr in den Keller eindringen. Daher geht Moritz zusammen mit Max in den Keller – ausgerüstet mit seiner Tauchpumpe und dem passenden Schlauch. Der Wasserstand im Keller hat inzwischen eine Höhe von ca. 25 cm erreicht. Auf der Kellertreppe befestigt Moritz das eine Ende des Schlauches an der Pumpe, das andere Ende bringt Max ins Freie. Moritz setzt die Pumpe ins Wasser und sucht mit dem Elektrokabel eine Steckdose im Erdgeschoss. Augenblicklich füllt sich der Schlauch und die ersten Liter der brauen Brühe gelangen ins Freie…

...und die Moral von der Geschichte…

  • Starkregen und Überflutungen können jeden Hauseigentümer und Mieter treffen!

  • Machen Sie sich daher zur rechten Zeit Gedanken über Schutzmaßnahmen, um Schäden durch eindringendes Wasser zu verhindern oder zu minimieren! Tipps gibt’s auf den folgenden Seiten.

Achtung Hochwasser

Einsatz von Sandsäcken

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Wassersauger

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